05.11.2018: Informationsabend zur Burnout-Thematik

In Zusammenarbeit mit dem Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund lädt die Heinrich-von-Kleist-Schule am Montag, 5. November 2018, um 18.30 Uhr zu einem Informationsabend zum Thema Burnout für Eltern und Oberstufenschülerinnen und -schüler ein.

Experten gehen heute davon aus, dass Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene vom Burnout-Syndrom betroffen sein können. In dem Abendvortrag wird das Phänomen Burnout erklärt. „Ist das Burnout-Phänomen nur eine Modediagnose oder handelt es sich dabei um eine ernstzunehmende Gesundheitsstörung? Was heißt eigentlich Burnout und wie können wir uns davor schützen?“ – Um diese und weitere Fragen geht es an diesem Abend.

Die Referenten Dr. Thomas Finkbeiner, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Westfalen, und Prof. Dr. Susanne Hagen, Professorin für Sozialmedizin und Sozialpsychiatrie an der Hochschule Düsseldorf, werden nicht nur vortragen, sondern mit vielen Praxisbeispielen aus Schule, Familie und Beruf aufwarten und zur Diskussion einladen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung im Forum der Heinrich-von-Kleist-Schule in Bochum-Gerthe ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum Hintergrund:

Wissenschaftlich gesehen handelt es sich bei einem Burnout-Syndrom um einen anhaltenden Anspannungszustand mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität, aber auch der beruflichen Leistungsfähigkeit. In der Presse, in Talkshows, aber auch in der Fachwelt reicht die Diskussion von der völligen Ablehnung der „Krankheit Burnout“ bis hin zur Errichtung eigener Kliniken für die Burnout-Therapie.

Hervorgerufen durch eine anhaltende Überforderung im beruflichen, aber auch im privaten Bereich erleben Menschen eine deutliche Einschränkung ihrer Belastbarkeit, ihrer Zufriedenheit, fühlen sich getrieben, unzufrieden. Es folgen häufig Schlafstörungen, sozialer Rückzug, Freundschaften und Hobbies werden nicht mehr gepflegt.

In dem Abendvortrag im Rahmen der Kooperation der Heinrich-von-Kleist Schule und des Knappschaftskrankenhauses Lütgendortmund wird das Phänomen Burnout erklärt. Es wird aber auch die Abgrenzung von anderen seelischen Leiden hervorgehoben. Es wird aufgezeigt, wie die erlebte Arbeitsüberforderung oder Überforderung mit privaten Anforderungen die Entwicklung eines Burnout-Syndroms in Gang setzen kann. Es wird aber auch aufgezeigt, wie einerseits ein Burnout-Syndrom einen Risikofaktor für schwerere seelische Leiden darstellen kann. Hervorgehoben wird insbesondere, welche Faktoren im Arbeitsleben und privat beachtet werden müssen, um der Entwicklung eines Burnout-Syndroms entgegenzuwirken. Innere und äußere Faktoren müssen zusammenkommen, um ein Burnout auszulösen. Somit kann auch in der Vorsorge an inneren und äußeren Faktoren angesetzt werden.